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Beschnittzugabe

Die Beschnittzugabe ist der Rand, den du über das Endformat hinaus anlegst, damit beim Schneiden keine weißen Blitzer an den Kanten entstehen.

Die Beschnittzugabe ist der Rand, den du über das Endformat hinaus anlegst. Dein Motiv läuft also bewusst über die spätere Kante hinaus. Drei Millimeter an jeder Seite sind der Standard.

Der Grund steckt in der Maschine. Gedruckt wird auf großen Bogen, geschnitten wird danach im Stapel, und dabei gibt es eine Toleranz von rund einem Millimeter in jede Richtung. Ohne Zugabe trifft der Schnitt bei dieser Abweichung nicht mehr dein Motiv, sondern das weiße Papier daneben. Im Druckereideutsch heißt dieser weiße Streifen Blitzer.

Wenn du dir einen Holzschuppen baust, sägst du die Bretter auch nicht exakt auf Endmaß. Du lässt sie überstehen und schneidest erst zum Schluss auf Kante, damit alles sauber fluchtet. Der Überstand ist Verschnitt, kein Inhalt. Genau das ist die Beschnittzugabe: Material, das nur existiert, um weggeschnitten zu werden.

Die praktische Konsequenz sind zwei Regeln, und beide gehören zusammen. Drei Millimeter nach außen für alles, was randabfallend ist. Und mindestens drei, besser fünf Millimeter Sicherheitsabstand nach innen für alles, was auf keinen Fall angeschnitten werden darf, also Logo, Texte und Kontaktdaten.

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Manuel von Heugel

Manuel von Heugel

Geschäftsführer, von Heugel Marketing GmbH

Seit über 20 Jahren im Marketing zu Hause: als Berater, Ausbilder, Dozent, Grafiker und Programmierer. Hier schreibe ich über das, was Marketing wirklich erfolgreich macht – konkret, fundiert und ohne Umschweife.

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