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Inhouse-Marketing: Warum ich dir oft rate, es selbst zu machen

· Online-Marketing · Ungefiltert · 6 Min. Lesezeit

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Inhouse-Marketing: Warum ich dir oft rate, es selbst zu machen

Ein Marketingberater, der dir rät, dein Marketing selbst zu machen, klingt erst einmal wie ein Bäcker, der dir empfiehlt, dein Brot selbst zu backen. Trotzdem tue ich genau das – nicht immer, und nie komplett. Aber öfter, als man von jemandem erwarten würde, der davon lebt.

Der Grund ist simpel: Niemand kennt deinen Betrieb so gut wie die Menschen, die jeden Tag darin stehen. Die besten Geschichten fürs Marketing entstehen nicht in einer Agentur – sie passieren bei dir auf der Baustelle, in der Werkstatt, im Kundengespräch. Eine Agentur muss sich diese Geschichten erst mühsam besorgen. Du hast sie frei Haus.

„Du machst jetzt Social Media”

So scheitert Inhouse-Marketing am häufigsten: Der Chef beschließt, dass der Betrieb jetzt sichtbarer werden muss. Dann wandert der Blick durchs Team und bleibt bei der jüngsten Person hängen. Die Auszubildende ist zwanzig, die kennt sich doch mit Instagram aus. Zack, delegiert.

Sechs Wochen später ist der Kanal tot. Drei Beiträge, dann kam der Alltag dazwischen, und so richtig wollte die Auszubildende ohnehin nie. Das Fazit im Betrieb lautet dann: „Social Media funktioniert bei uns nicht.” Dabei hat nicht Social Media versagt – die Auswahl hat versagt. Jung sein ist keine Qualifikation, und privat Reels gucken schon gar nicht.

Talent statt Zeit

Die entscheidende Frage ist nicht, wer Zeit übrig hat. Zeit hat in deinem Betrieb niemand übrig, das weiß ich auch. Die Frage ist: Wer hat Lust darauf – und ein Händchen dafür?

Solche Menschen gibt es in fast jedem Team, man muss nur hinsehen. Der Geselle, der auf der Baustelle ständig Fotos macht, weil er stolz auf seine Arbeit ist. Die Bürokraft, die die Weihnachtskarte jedes Jahr freiwillig textet. Der Monteur, dessen WhatsApp-Status besser gepflegt ist als so mancher Firmenauftritt. Das sind die Kandidaten. Nicht, weil sie Marketing gelernt hätten – sondern weil sie etwas mitbringen, das man nicht schulen kann: echtes Interesse.

Alles andere kann man schulen. Und genau da komme ich ins Spiel.

Drei Beispiele aus meiner Praxis

Social Media. Ein Betrieb, eine Mitarbeiterin, die ohnehin gern fotografiert und die Kollegen zum Lachen bringt. Ich habe mit ihr einmal den Rahmen gebaut: Welche Themen, welche Bildsprache, wie oft, was geht gar nicht. Seitdem bespielt sie den Kanal selbst – und zwar besser, als ich es je könnte. Denn auf diesen Kanälen schlägt authentisch jeden Hochglanz. Ein echtes Foto vom Azubi mit Bauschaum an den Händen bringt mehr als jede gestellte Agentur-Kampagne.

Webseitenpflege und Mitarbeiterfotos. Eine Website muss leben: neue Referenzen, aktuelle Projekte, das Team auf Stand. Dafür jedes Mal jemanden zu beauftragen ist träge und teuer. Also schule ich die Leute am CMS, bis sie News und Referenzen selbst einpflegen können. Für Teamfotos gibt es einen kurzen Foto-Leitfaden – Licht, Hintergrund, Abstand –, und schon muss nicht für jeden neuen Kollegen ein Fotograf anrücken.

Printwerbung mit Styleguide und Canva. Die Anzeige fürs Vereinsheft, der Aushang zur Ausbildungsmesse, das Angebotsschild im Schaufenster – dafür braucht es keine Agentur. Mit Canva bekommt das heute jeder ordentlich hin. Aber, und das ist der Punkt: nur mit einem sauberen Rahmen. Farben, Schriften, Logo-Regeln müssen einmal professionell definiert sein, sonst entsteht Wildwuchs, und nach einem Jahr sieht jedes Plakat anders aus. Wie so ein Rahmen entsteht, habe ich im Beitrag übers Logo erstellen lassen beschrieben. Und warum du dabei nicht einfach die Grafik-KI von der Leine lassen solltest, steht hier.

Das Muster dahinter

Alle drei Beispiele folgen demselben Prinzip, und das ist der Kern dieses Beitrags: Der Rahmen kommt von außen, die Umsetzung passiert innen, und die Auswertung kommt wieder von außen.

Ich baue das Gerüst: Konzept, Styleguide, Themenplan, Schulung. Du und dein Team füllt es im Alltag – mit den Geschichten, die nur ihr habt. Und in regelmäßigen Abständen schauen wir gemeinsam drauf: Was funktioniert, was lassen wir weg, wo justieren wir nach. Das ist ehrlicherweise auch der Moment, in dem schiefgelaufene Dinge auffallen, bevor sie zur Gewohnheit werden.

Das kostet dich einmal Konzept und ab und zu einen Check – statt einer monatlichen Pauschale, die läuft, ob etwas passiert oder nicht. Was so etwas bei mir kostet, rechne ich hier offen vor.

Die harte Grenze: bezahlte Werbung

Eine Ausnahme gibt es, und die ist nicht verhandelbar: Google Ads, Meta Ads – alles, wo pro Klick Geld abfließt. Da, wo jeder Fehler bares Geld kostet, ist Learning by Doing keine Option. Ein schlecht eingestelltes Werbekonto verbrennt dir in einem Monat mehr Budget, als die professionelle Betreuung im Jahr kostet. Das bleibt Profisache – entweder bei mir oder bei jemandem, der das nachweislich kann.

Unterm Strich

Du brauchst keine Agentur, die dir jeden Handgriff abnimmt. Du brauchst jemanden, der dir einmal das Fundament baut, dein Team fit macht und in regelmäßigen Abständen ehrlich draufschaut. Den Rest kann dein Betrieb selbst – mit den Leuten, die Lust darauf haben, und mit Geschichten, die keine Agentur der Welt für dich erfinden kann.

Wenn du wissen willst, wer in deinem Team das Zeug dazu hat und wo sich das Selbermachen für dich rechnet: Melde dich gern.

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Manuel von Heugel

Manuel von Heugel

Geschäftsführer, von Heugel Marketing GmbH

Seit über 20 Jahren im Marketing zu Hause: als Berater, Ausbilder, Dozent, Grafiker und Programmierer. Hier schreibe ich über das, was Marketing wirklich erfolgreich macht – konkret, fundiert und ohne Umschweife.

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