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Demarketing klingt erst mal nach einem Widerspruch, oder? Warum sollte jemand, der Marketing macht, bewusst Kundschaft ausschließen oder Nachfrage drosseln? Aber genau das ist manchmal notwendig – oder sogar klüger, als mit aller Macht zu wachsen. Ich arbeite seit rund 20 Jahren im Marketing und habe in dieser Zeit viele Phasen erlebt: Wachstum, Spezialisierung, Skalierung – und irgendwann den bewussten Schritt zurück. In diesem Beitrag will ich zeigen, was Demarketing eigentlich bedeutet, welche Formen es gibt – und wie ich es ganz bewusst in meinem Alltag als Ein-Mann-Unternehmen einsetze. Nicht, weil ich keine Kundinnen und Kunden will. Sondern weil ich nicht für alle die richtige Wahl bin.
Was ist Demarketing – und warum kann es sinnvoll sein?
Demarketing bedeutet, dass man sich im Marketing nicht auf Wachstum um jeden Preis konzentriert – sondern ganz bewusst entscheidet, welche Zielgruppen man erreichen will, und welche eben nicht. Es geht also nicht darum, Marketing sein zu lassen. Sondern darum, es gezielt einzusetzen, um bestimmte Anfragen, Kundengruppen oder Märkte auszuschließen oder zu reduzieren.
Klingt kontraintuitiv, macht aber Sinn – vor allem dann, wenn Ressourcen knapp sind, die Qualität im Vordergrund stehen soll oder die eigene Positionierung geschärft werden muss. Demarketing ist keine Notlösung, sondern Strategie. Es kann helfen, Abläufe schlank zu halten, Missverständnisse zu vermeiden und die eigene Arbeitsweise klarer zu kommunizieren.
Große Marken nutzen Demarketing übrigens regelmäßig: Rolex produziert bewusst weniger Uhren, als der Markt nachfragt – nicht aus Mangel, sondern als Teil des Markenimages. IKEA hat in bestimmten Regionen sogar mal Werbung reduziert, weil die Nachfrage logistisch nicht mehr zu stemmen war. Und Apple? Präsentiert nicht alle Modelle überall gleichzeitig – weil Verknappung nicht nur den Hype, sondern auch die Kontrolle erhöht.
Auch bei mir spielt Demarketing eine klare Rolle – allerdings ganz anders als bei Konzernen. Ich verzichte bewusst auf Buzzwords, spreche offen über Preise und positioniere mich als Allrounder. Damit spreche ich ganz gezielt bestimmte Menschen an – und andere eben nicht.
Welche Formen von Demarketing es gibt – und wie man sie erkennt
Demarketing ist nicht gleich Demarketing. Je nach Zielsetzung unterscheiden Fachleute drei Grundformen – die alle ihre Berechtigung haben. Wichtig ist: Keine davon heißt „Weglassen“, sondern „Fokus setzen“.
1. Allgemeines Demarketing
Ziel: Die Gesamtnachfrage senken, z. B. bei Engpässen oder Überlastung.
Beispiel: IKEA hat in der Vergangenheit bewusst Werbemaßnahmen zurückgefahren, weil die Nachfrage höher war als die Lieferfähigkeit. Das schützt nicht nur die Prozesse, sondern auch das Image.
2. Selektives Demarketing
Ziel: Bestimmte Zielgruppen ausschließen, weil sie nicht zur Strategie, zur Kapazität oder zum Stil passen.
Beispiel: Viele Luxusmarken vermeiden Massenwerbung – nicht weil sie es sich nicht leisten können, sondern weil sie genau wissen, dass Exklusivität nicht laut sein darf.
3. Ostentatives Demarketing
Ziel: Verknappung als Verkaufsargument nutzen – ganz nach dem Motto: „Nicht jeder kann das bekommen.“
Beispiel: Rolex, Supreme oder auch bestimmte Apple-Releases – alle arbeiten bewusst mit Limitierungen, um Begehrlichkeit zu erzeugen.
Demarketing ist also kein reines „Weniger“ – sondern ein bewusster Filter. Es trennt das, was möglich ist, von dem, was sinnvoll ist. Und genau das lässt sich auch als Einzelperson umsetzen – auf eigene Art.
Wie ich Demarketing ganz konkret in meinem Alltag umsetze
Ich bin kein Konzern, keine Agentur, kein Team mit 15 Leuten. Ich bin ein Ein-Mann-Unternehmen – und das aus Überzeugung. Für mich bedeutet das nicht weniger Leistung, sondern mehr Klarheit. Ich weiß, wie ich arbeite, für wen ich arbeite – und was ich ganz bewusst nicht anbiete. Genau darin steckt mein ganz persönlicher Ansatz von Demarketing.
Ich bin kein Spezialist – ich bin Allrounder
Ich biete das komplette Marketing-Spektrum: von Logo-Design über Webentwicklung bis hin zu Suchmaschinenoptimierung. Das ist nicht für jeden etwas. Wer nach hochspezialisierten Teams sucht, die sich wochenlang nur mit einem Conversion Funnel beschäftigen, ist bei mir nicht richtig. Mir geht es um pragmatische Lösungen aus einer Hand – ohne endlose Abstimmungen, ohne Reibungsverluste. Ich bin die zentrale Schnittstelle. Punkt.
Ich spreche offen über Preise
Meine Preise sind kein Geheimnis. Ich nenne sie klar und deutlich – auch auf meiner Website. Das filtert automatisch aus, wer wirklich Interesse hat und wer nur mal schauen wollte. Ich weiß, was meine Arbeit wert ist, und ich bin nicht verhandelbar. Das hat nichts mit Arroganz zu tun, sondern mit Klarheit.
Ich verzichte auf Buzzwords
Begriffe wie „Touchpoint-Optimierung“, „omnichannel-ready“ oder „Brand Storytelling“ wirst du bei mir kaum finden. Nicht, weil ich sie nicht kenne – sondern weil ich lieber so spreche, wie meine Kundinnen und Kunden auch denken. Klar. Verständlich. Auf Augenhöhe. Wer Marketing nur ernst nimmt, wenn es kompliziert klingt, wird mit mir wahrscheinlich nicht glücklich.
Ich arbeite von Zuhause – und zeige das auch
Kein Loftbüro mit Backsteinwand. Kein Konferenztisch aus Beton. Ich arbeite da, wo ich mich konzentrieren kann: Zuhause. Das spart Kosten, schont Ressourcen – und sorgt dafür, dass ich meine Leistungen günstiger anbieten kann als viele Agenturen mit Showroom-Mentalität. Nicht, weil ich weniger biete. Sondern weil ich unnötiges Drumherum einfach weglasse.
Für wen ich die richtige Wahl bin – und für wen ganz bewusst nicht
Ich glaube daran, dass gute Zusammenarbeit dann entsteht, wenn die Erwartungen zueinander passen – auf beiden Seiten. Deshalb sage ich ganz offen, für wen meine Arbeitsweise gut funktioniert. Und für wen eher nicht. Das spart Zeit, Energie und unnötige Schleifen.
Ich bin die richtige Wahl für dich, wenn …
- du jemanden suchst, der alle Fäden in der Hand hält – auch wenn im Hintergrund mal Spezialistinnen oder Spezialisten aus meinem Netzwerk mitarbeiten.
- dir wichtig ist, dass es nur eine zentrale Ansprechperson gibt – und du nicht in internen Abstimmungen zwischen Grafik, SEO und Technik verloren gehst.
- du klare Antworten, ehrliches Feedback und pragmatische Lösungen schätzt.
- du eine Zusammenarbeit willst, bei der du nicht lange auf Reaktionen warten musst – sondern weißt: Wenn du etwas brauchst, bist du schnell dran.
- du dir jemanden wünschst, der mitdenkt, mitzieht und mitverantwortet – vom Logo bis zur fertigen Website.
Ich bin nicht die richtige Wahl, wenn …
- du ein größeres Team brauchst, das inhouse arbeitet und für jeden Bereich eine eigene Leitung hat.
- du Wert auf lange Konzepte und komplexe Projektpläne legst – mit fixen Rollen, Hierarchien und Übergaben.
- du lieber mit Agenturen arbeitest, bei denen viel Show dazugehört – vom Hochglanzbüro bis zum Pitchdeck.
Ich arbeite nicht nach Standardprozessen oder Schema F. Wer sich für meine Unterstützung entscheidet, bekommt kein Produkt von der Stange – sondern eine Zusammenarbeit, die genauso individuell ist wie das Unternehmen dahinter.
Das ist keine Ausgrenzung – sondern Orientierung. Und die hilft allen weiter. Denn je klarer das Match ist, desto besser wird am Ende auch das Ergebnis.
Fazit – Demarketing ist kein Rückzug, sondern eine Haltung
Demarketing hat für viele immer noch etwas Abschreckendes. Nach dem Motto: Wer sich nicht anbietet, wird vergessen. Ich sehe das anders. Für mich ist Demarketing keine Verweigerung, sondern eine bewusste Entscheidung. Es geht nicht darum, weniger zu machen – sondern das Richtige. Für die richtigen Menschen.
Ich muss nicht überall präsent sein, nicht jeden Auftrag annehmen, nicht jeden Trend mitgehen. Stattdessen will ich Klarheit schaffen: darüber, wie ich arbeite, wofür ich stehe – und was du von mir erwarten kannst. Ich glaube, dass genau diese Klarheit heute mehr Vertrauen schafft als jede Hochglanz-Kampagne.
Demarketing ist für mich kein Rückzug aus dem Markt. Es ist meine Art, Haltung zu zeigen – und Platz zu machen für genau die Projekte, bei denen es wirklich passt.

